NAH DRAN extended: endings

Kuratiert von Victoria McConnell

25./26. April 2020 - 20:30

 

Lesen Sie unser Update vom 5. April 2020!

 

Die Reihe „NAH DRAN“ präsentiert in regelmäßiger Folge neue oder weiterentwickelte kurze Stücke junger Tänzer*innen und Choreograf*innen, wobei die Grenzen zu Körper-, Sprech- und Musiktheater sowie Performance offen sind. Sie bietet den Künstler*innen eine Plattform, um ihre Stücke (möglicherweise erstmals) in einem abendfüllenden Rahmen dem Berliner Publikum zu zeigen.
„NAH DRAN extended“ heißt, dass die Arbeiten unter einem speziellen kuratorischen Aspekt ausgewählt wurden.

Diese Ausgabe wurde von Victoria McConnell kuratiert, und sie nimmt verschiedene Aspekte von Zeit, Tod und Ende in den Fokus.

Ist es schon vorbei? Ein Ende zu finden könnte schwieriger sein, als es sich anhört. Das Publikum weiß vielleicht, wann die Lichter ausgehen. Aber wie entscheidet die Künstler*in, dass das Stück fertig ist? Es gibt Konventionen, um ein Kunstwerk oder eine Performance zu einem Ende zu bringen. Das Timing ist entscheidend. Die Bedeutung ist gefragt. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein Stück zu beenden oder eine Karriere oder etwa eine Firma zu schließen? Und das Leben selbst: Der Tod ist das endgültige und unverrückbare Ende. Ohne Ende verliert die Zeit, entweder die der Erfahrung oder die der Uhr, ihren Sinn. Technologie kann eine Art Unsterblichkeit herstellen, eine Halbwertzeit im Film oder im Foto. Kann man in Zukunft die Zeit dehnen oder das Sterben vermeiden? „NAH DRAN extended: endings“ konzentriert sich auf diese Überschneidungen von Zeit, Tod und Ende und schafft Raum für Fragen nach Zyklen, unendlichen oder endlichen Schleifen, Reaktionen auf den Tod und die Wahrnehmung der vergehenden Zeit.
Nicole Michalla, Edith Buttingsrud Pedersen und Victoria McConnell entwickeln in einer dreiwöchigen Performance-Residenz ihre individuellen Recherchen und teilen ihre künstlerischen Prozesse. Jede Künstler*in bringt ihre* eigene Perspektive und ihren* eigenen Fokus auf das Thema des Endes ein: Nicole Michalla gräbt in den Schichten der Psyche und der menschlichen Besessenheit von Abschlüssen. Edith Buttingsrud Pedersen reist durch verschiedene Arten von „Enden“, um die Idee von Vollendung und die Angst vor dem Ende zu hinterfragen. Victoria McConnells Arbeit beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Tod und Zeit, unter Berücksichtigung einer nicht-menschlichen Sicht auf Fortschritt. 

 

“NAH DRAN” is a performance series for Berlin based emerging choreographers. It provides an opportunity to present new pieces (probably for the first time) to an audience. NAH DRAN has its focus on dance pieces but is also open to multidisciplinary works. It assembles 3 pieces by different young artists in one performance evening. “NAH DRAN” (“close to”) means that there is literally no gap between performers and audience what offers a chance to meet on an equal footing.
“NAH DRAN extended” means that the works were selected under a specific curatorial aspect. This edition is curated by Victoria McConnell and focuses on different aspects of time, death and ending.

 

Is it over yet? Finding the ending may be trickier than it sounds. The audience may know when the lights go down. But how does the artist decide the piece is finished? There are conventions for bringing an art work or performance to a conclusion. Timing is crucial. Meaning is sought after. But when is the right moment to end the piece, the time to close the company, or end a career? And life itself: death is the final and most definite ending. Without an end of some kind, time, either experience or clock, loses its meaning. Now technology can give a kind of immortality, a half-life in film or photo. In the future, can time be stretched, or dying be avoided? “NAH DRAN extended: endings” focuses on these intersections of time, death and endings. Through a residency and performance format in ada Studio for three Berlin-based artists, this NAH DRAN extended makes space for questions of cycles, infinite or finite loops, reactions to death, and perception of passing time.

Through this residency and performance format the three artists, Nicole Michalla, Edith Buttingsrud Pedersen and Victoria McConnell, will have 3 weeks of studio time to develop their individual research as well as to engage with each other, sharing their artistic processes and feedback. Each artist brings their own particular perspective and focus to the theme of endings: Nicole Michalla digs into the layers of psyche and the obsession with closure. Edith Buttingsrud Pedersen journeys through patterns of ending to question the idea of “completion” and fear of ending. Victoria McConnell’s work busies itself with the relationship between death and time while considering a nonhuman perspective on progress.

Fotos: Hannes Greve / Vladimir Dziomba / Victoria McConnell

Edith Buttingsrud Pedersen/Company HAA:

Methods of Completion: a being that causes itself

 

Choreografie & Performance: Edith Buttingsrud Pedersen/Company HAA
Co-Choreografie: Katia Giovo

Musikproduzent: Turi Agostino

Pressefotos: Hannes Greve

 

Methods of Completion” („Methoden der Vollendung“) ist eine Reise durch verschiedene End-Modelle. Eine Variation von Versuchen zu enden, zu beginnen und zurückzukehren. Zu fallen, zu landen und wieder zu fallen, zu beenden und zu wiederholen. Es ist ein Kommentar zu dem absurden Kreis der Wiederholung, Revolution auf Revolution, Liebe auf Liebe, Orgasmus auf Orgasmus, Tod auf Tod, Apfel auf Apfel, Krieg auf Krieg, Dusche auf Dusche...
Wir fragen: Haben wir Angst vor dem Ende, vor dem Loslassen, oder gibt es einen Trost, eine Sicherheit, Wege zuzulassen, indem wir eine Struktur in etwas schaffen, das sonst undefiniert wäre? Ist dies eine Methode der Vervollständigung und damit ein Katalysator für den Wahnsinn? Ein Zurücksetzen auf den Kreislauf. Oder die Symbolik dieses Zyklus selbst. Ein Atemzug in dieser kontinuierlichen Bewegung, die Existenz ist.
Der Mensch ist ein Geschöpf, das von einer Vision der „Vollendung“ heimgesucht wird, was Sartre „ein Wesen, das sich selbst bedingt“ nennt. Wenn wir nach der Vollendung streben, suchen wir nach dem Ende unseres Lebens und unserer Geschichte; das Ende des Tages, das Ende einer Mahlzeit, das Ende einer Geschichte, das Ende eines Gebietes, das Ende der Welt, das Ende der Unschuld.
„Methods of Completion“ ist die Verkörperung der Beziehung, die zwischen der gesamten Menschheit und der Idee des „Endes“ besteht. Es ist ein Spiegelbild des menschlichen Lebens, seiner Kreise und seiner Geschichte.
Edith Buttingsrud Pedersen wurde 1990 in Kopenhagen geboren und begann 1993 an der Ballettakademie Kopenhagen Ballett und modernen Tanz zu studieren. Nach einer klassischen Ausbildung in ihrer Kindheit verbrachte Edith 2006 damit, Stile wie Hip Hop, Jazz, House und Locking bei Stepz Dance Education zu erforschen. Inspiriert durch die Arbeit von Pina Bausch, DV8, Peeping Tom und Alain Platel zog Edith nach München, um dort vier Jahre lang zeitgenössischen Tanz an der Iwansson International School of Contemporary Dance zu studieren. Nach Abschluss ihrer Ausbildung im Jahr 2011 arbeitete Edith als Tänzerin und Choreografin in Europa, Afrika und im Nahen Osten, u.a. mit Dali Touiti, Jiří Kylián/Karine Guizzo, Sebastian Prantl/TanzAtelier Wien, Stephan Dreher, Ilona Roth/Transitheart Productions, Rasmus Soerinus/CampNorr/Varq de Alvo Co., Joao Cidade, Corinna Spieth, Rolf Heim, Morten Rosen, Per Linderoth, FIGURA Ensemble, Doris Schäffer/Regenbogen Tanztheater, Frank Balve, Martin Eder, RP KAHL, Jahman Davine & DOT504 und mit Thomas Steyart. Edith konzentriert sich darauf, ihre Möglichkeiten als Performerin und Choreografin ständig zu erweitern und neugierig auf das Unbekannte wie auch auf das Vertraute zu sein.
Katia Giovo wurde 1991 in Genua (Italien) geboren und begann 1995 mit dem Tanzstudium, als ihre Mutter sie und ihre Schwester kurz nach dem Umzug ihrer Familie in die USA in eine kreative Bewegungsklasse in San Jose (Kalifornien) brachte. 2009 wurde Katia an der George Mason University in Fairfax, Virginia, mit einem Vollzeitstipendium aufgenommen und nutzte die Gelegenheit, durch das Studium von Modern, Ballett, Graham, Cunningham, Limone, Hip Hop, Jazz und Zeitgenössischem weiter zu lernen und zu forschen. Sie schloss ihr Studium 2013 mit einem Bachelor of Fine Arts ab, danach zog sie nach Florenz/Italien, wo sie am L.O.F.T. - Laboratorio Opifico Teatrale teilnahm und mit Choreograf*innen wie Loris Petrillo, Max Barachini, Peter Mika, Corinne Lanselle und Roberto Castello sowie Samuele Cardini arbeitete. Seit 2016 lebt sie in Berlin, wo sie u.a. in den Improvisationsstücken von Judith Sanchez Ruiz, bei „Il Trionfo Del Tempo e Del Disinganno“, einer Opernaufführung mit der Kiez Oper und bei „Through The Eyes of The Other“, einem Soloaustausch-Projekt von Edith Buttingsrud Pedersen und Alex Windner Lieberman, mitwirkte. Sie assistierte bei „Sisyphus in Violent Torment“, einer Produktion von Jahman Davine.

Die Company HAA arbeitet in städtischen und traditionellen Theaterräumen und sucht den direkten Kontakt mit den Teilnehmern unserer Kunst. Sie sucht nach innovativen Wegen, um Bewegung in eine Sprache zu übersetzen, die von einem vielfältigen Publikum verstanden werden kann. Sie ist an der Reflexion der menschlichen Natur und ihrer Entwicklung interessiert. Ihre Kunst dient dazu, Bewusstsein für kritische gesellschaftliche Themen zu schaffen. Company HAA ist begeistert und inspiriert von Beziehungen, einfachen Begegnungen, sozialen Konstrukten, der Fähigkeit zu kommunizieren oder dem Fehlen von Kommunikation und von der Abstraktionsfähigkeit der Kunstform Tanz und die sinnliche Erfahrung, die die Menschen in der Vielfalt ihrer Erfahrungen vereint. 

 

Methods of Completion” is a journey through various patterns of endings. A variation of attempts to end and begin and return. To fall, land and fall again, to finish, and to repeat. It is a comment on the absurd circle of repetition, revolution after revolution, love after love, orgasm after orgasm, death after death, apple after apple, war after war, shower after shower...

We ask, are we afraid of endings, of letting go of something, or is there a comfort, a safety in allowing patterns by creating a structure in something that otherwise would be undefined? Is this a method of completion, and therefore a catalyst to the madness? A reset to the cycle. Or symbolism of this cycle itself. A breath in this continuous motion that is existence.

Man is a creature haunted by a vision of “completion”, what Sartre calls “a being that causes itself“. As we strive for the complete, we search for the endings throughout our lives and history; the end of the day, the end of a meal, the end of a story, the end of a territory, the end of the world, the end of innocence.

Methods of Completion” is an embodiment of the relationship that exists between all of humanity and the idea of an “end”. It is a reflection of human life, its circles and its history.

Born in Copenhagen in 1990, Edith Buttingsrud Pedersen began studying ballet and modern dance in 1993 with the Ballet Academy Copenhagen. After a childhood of classical training, Edith spent 2006 exploring styles such as hip hop, jazz, house, and locking at Stepz Dance Education. Inspired by the work of Pina Bausch, DV8, Peeping Tom and Allain Platell Edith moved to Munich to study contemporary for 4 years with Iwansson International School of Contemporary Dance. Having completed her education in 2011, Edith has been working as a dancer and choreographer in Europe, Africa & Middle East with, but not limited to, Dali Touiti, Jiří Kylián/Karine Guizzo, Sebastian Prantl/TanzAtelier Wien, Stephan Dreher, Ilona Roth/Transitheart Productions, Rasmus Soerinus/CampNorr/Varq de Alvo Co., Joao Cidade, Corinna Spieth, Rolf Heim, Morten Rosen, Per Linderoth, FIGURA Ensemble, Doris Schäffer/Regenbogen Tanztheater, Frank Balve, Martin Eder, RP KAHL, Jahman Davine & DOT504 and Thomas Steyart. Edith is focusing on constantly broadening her possibilities as a performer and choreographer and to be curious about the unknown as well as the familiar.

Born in Genova/Italy in 1991, Katia Giovo began studying dance in 1995 when her mother put her and her sister into a creative movement class in San Jose California shortly after her family’s move to the U.S. In 2009 Katia got accepted to George Mason University in Fairfax, Virginia on full scholarship for their School of Dance, College of Visual and Performing Arts, and used the opportunity to continue learning and exploring through the study of Modern, Ballet, Graham, Cunningham, Limone, Hip Hop, Jazz and Contemporary. She received a Bachelor of Fine Arts after four years of study, during which she worked with a diverse and experienced faculty, as well as guest artists and choreographers, performing in restaged works by Stephen Petronio, Martha Graham, and Doug Varone. After her studies she moved to Florence, Italy in 2013 where she participated in L.O.F.T. - Laboratorio Opifico Teatrale working with choreographers including, by not limited to, Loris Petrillo, Max Barachini, Peter Mika, Corinne Lanselle and Roberto Castello, and Samuele Cardini. In 2016 she moved to Berlin, Germany to pursue different approaches and mediums of self expression, but not without a strong focus on the possibilities of movement. While in Berlin she has had the pleasure to be involved in various performances including improvisational works by Judith Sanchez Ruiz, “Il Trionfo Del Tempo e Del Disinganno”, a late night opera rendition with the Kiez Oper, “Through The Eyes of The Other”, a two person solo exchange made and performed by Edith Buttingsrud Pedersen and Alex Windner Lieberman, assisted in the direction and choreography of “Sisyphus in Violent Torment” a production put together and performed by Jahman Davine.

Company HAA works in urban and traditional theatrical spaces looking for direct contact with the participants of our art. It searches for innovative ways to translate movement into language that can be understood by a diverse audience. It is interested in the reflection of human nature and its development. Its art serves to create awareness on critical social topics. It is excited and inspired from relationships, simple encounters, social constructs, ability to communicate or lack of such and by the abstractive of the art form dance, its sensory experience that unites people in the diversity of their experience. 

Nicole Michalla: In dialogue with myself („Im Dialog mit mir selbst“)

Mich interessiert die Erforschung der menschlichen Obsession für das Ende. Ich bin neugierig auf die Schichten, die unsere Psyche, ihren Ursprung und ihr Ende, bilden. Wo fangen wir an und wo enden wir (wenn überhaupt...)? Und was, wenn nicht?
Nicole Michalla, geboren in Argentinien, erwarb einen Abschluss in Ernährungswissenschaft an der Medizinischen Universität Buenos Aires und studierte Zeitgenössischen Tanz an der Nationalen Universität der Künste in Buenos Aires. In Argentinien arbeitete sie zwei Jahre lang an verschiedenen Projekten mit der Choreografin Julia Gomez, sowohl als Tänzerin, als auch als Co-Choreografin. Seit ihrer Ankunft in Berlin 2015 arbeitet sie mit bildenden Künstler*innen, Musiker*innen und Theaterregisseur*innen zusammen. Im Bereich Performance-Kunst arbeitet sie mit verschiedenen bildenden Künstler*innen, vor allem aber mit Michael Müller für mehrere Produktionen in der Kunsthalle Baden-Baden, in der Galerie Thomas Schulte Berlin und in der Kunsthalle Bremen. Im Jahr 2018 begann sie mit Maria Torrents Soler ihr eigenes Stück „nomen nescio“ zu entwickeln und erhielt die Möglichkeit einer zweiwöchigen Residenz in Estland und Lettland und führte das Stück bei „10 times 6“ im ada Studio und in den Lake Studios Berlin auf. Das jüngste Tanzstück, in dem sie als Tänzerin mitwirkte, entstand in Zusammenarbeit mit der Choreografin Howool Baek („Foreign Body_Trio“). Es basiert auf einer sehr detaillierten Recherche über verschiedene Arten der Bewegung und Wahrnehmung des menschlichen Körpers.

 

I am interested in exploring the human obsession for endings. I am curious about the layers that compose our psyche, its origin and its end. Where do we start and where do we end? Do we? What if we just don't?

Nicole Michalla, born in Argentina, graduated in Nutrition at the Buenos Aires University of Medicine and studied Contemporary Dance at the National University of the Arts. Back in Argentina, she worked on different projects with choreographer Julia Gomez over two years, as a dancer and as a creator as well. Since her arrival in Berlin in 2015, she has been collaborating with visual artists, musicians and theatre directors. In the field of performance art, she has been working with several visual artists, but mainly with Michael Müller for several productions in Kunsthalle Baden-Baden, Galerie Thomas Schulte Berlin and Kunsthalle Bremen. In 2018, she started developing her own piece, “nomen nescio”, with Maria Torrents Soler and got the opportunity to work in a two weeks residency in Estonia and Latvia and to perform it at ada Studio and Lake Studios Berlin. The most recent dance piece she has been part of as a dancer, was created in collaboration with choreographer Howool Baek (“Foreign Body_Trio”), based on a very detailed research on different ways of moving and perceiving the human body. 

Victoria McConnell: Playing Dead & Doing Time

 

Choreografie & Performance: Victoria McConnell

Collaboration & Performance: Rodolfo Piazza Pfitscher da Silva

 

Wir messen die Zeit mit Uhren und in unserem Körper. Wir sehen sie in Pflanzen vergehen. Der Verfall wird zum Indikator der Zeit, der Bewegung auf ein Ende zu. In „Playing Dead & Doing Time“ ist der Tod der Ausgangspunkt. Im Rahmen verschiedener Enden widmet sich diese bewegungsbasierte Performance der Vernetzung von Tod und Zeit. „Playing Dead & Doing Time“ erforscht das Spannungsfeld zwischen „tot“ und zeitlichem Fortschritt, indem es Verfall, Biorhythmen, Arten von Enden und Camilla, die nyktinastische Pflanze, thematisiert.

Geboren und aufgewachsen in Kalifornien war Victoria McConnell schon immer in Bewegung. 2008 schloss sie ihr Tanz-Studium an der Universität Belhaven mit einem BFA ab und tanzte sechs Jahre lang in der freien Szene im pazifischen Nordwesten der Vereinigten Staaten. Seit 2015 lebt sie in Berlin und arbeitet europaweit.

Die Zusammenarbeit ist ein zentrales Element in Victorias Arbeit und gibt Aufschluss darüber, wie sie Kreation und Performance versteht. Während ihres Aufenthalts in den USA arbeitete sie mit Künstlern wie dem Filmemacher Brad Curran, den Musikern Julia Massey und Caleb Talbert zusammen. In Europa entwickelte sie ihre eigenen Kollaborationen und Choreografien und arbeitete mit der Komponistin Katya Sourikova, dem Musiker Joshua Tennent und in einer fortlaufenden Zusammenarbeit an „Signs.Sigils“ für einen Komponisten und Tänzer.

Als Tänzerin arbeitet Victoria u.a. mit Joachim Schloemer, der Tanz Company Gervasi, Gail Skrela, Sara Angius und an der Staatsoper Berlin. Sie ist auch vor der Kamera zu erleben, z.B. in Filmen wie „Babylon Berlin“. In Seattle 2009-2015 kollaborierte sie mit vielen Künstler*innen, darunter u.a. Katapulttanz, Alana O'Rogers Dance Company, Tara Dyberg und Coriolis Dance Collective.

Victoria kuratiert in Berlin seit 2018 am ada Studio die laufende Reihe „NAH DRAN extended“.

Das Unterrichten von Tanz ist ein wichtiger Teil von Victorias künstlerischer Praxis, seit 2009 unterrichtet sie zeitgenössischen Tanz, Ballett, Improvisation und Jazz.

Geboren 1987 in São Paulo, absolvierte Rodolfo Piazza Pfitscher da Silva seine Tanzausbildung in Berlin. Seit 2011 tanzt er u.a. für Constanza Macras/Dorky Park, Thomas Kopp, Compagnia Menhir, Irina Pauls und die Staatsoper Berlin. Darüber hinaus choreografiert er eigene Stücke, die in verschiedenen Theatern und Festivals gezeigt wurden, wie Theater in Kempten, TanzSpeicher Würzburg und 2017 bei „Das beste deutsche Tanzsolo“ in Leipzig.

 

We measure time with watches and in our bodies. We see it passing in plants. Decay becomes an indicator of time, the movement towards an end. In “Playing Dead & Doing Time”, death is the starting point. Inside the frame of endings, this movement-based performance experience is fascinated by the interconnectedness of death and time. “Playing Dead & Doing Time” explores the curiosity and tension between ‘dead’ and temporal progress by embodying postures of decay, circadian rhythms, ways of ending and Camilla, the nyctinastic plant.

A native Californian, Victoria McConnell has always been moving, creating, and connecting. Earning a BFA in Dance from Belhaven University in 2008, she worked and danced in the free scene in the Pacific Northwest of the United States for 6 years. Since 2015, she has been living in Berlin and working around Europe.

Collaboration is central Victoria’s work and informs how she creates as well as performs. While in the US she worked with artists such as filmmaker Brad Curran, musicians Julia Massey and Caleb Talbert. Developing her own collaborations and choreography in Europe, she has worked with composer Katya Sourikova, musician Joshua Tennent, and an ongoing collaboration Signs.Sigils for a composer and dancers.

As a dancer, Victoria has enjoyed performing with Joachim Schloemer, Tanz Company Gervasi, Gail Skrela, Sara Angius, and the Staatsoper Berlin to name a few. She also performs for camera in films such as “Babylon Berlin” and has developed an all-women comedy show. While in Seattle from 2009-2015 she performed with many artists including Catapult Dance, Alana O Rogers Dance Company, Tara Dyberg, and Coriolis Dance Collective to name a few.

Victoria also curates dance-based events, working with ada Studio in 2018, 2019 and 2020 for the ongoing series “NAH DRAN extended". While in Seattle she co-produced dance & art events through the nonprofit organization Abbey Arts between 2012 and 2014. Teaching dance is a vital part of Victoria’s artistic practice and since 2009 she has been teaching contemporary, ballet, improvisation and jazz.

Born in 1987 in São Paulo, Rodolfo Piazza Pfitscher da Silva received his dance education in Berlin. Since 2011, he has danced amongst others for Constanza Macras/Dorky Park, Thomas Kopp, Compagnia Menhir, Irina Pauls and Staatsoper Berlin. He also choreographs his own creations and solos which were shown in different theatres and festivals as Theater in Kempten, TanzSpeicher Würzburg and in 2017 the Das beste deutsche Tanzsolo in Leipzig. 


Das ada Studio wird seit 2008 als Produktionsort von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.


 

ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz

in den Uferstudios/Studio 7

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T: +49 (0) 30-218 00 507

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