© Aïsha Mia Lethen Bird

ada19 - Navigating Obstacles, Celebrating Companionship.

 

14./15. November 2025 - 19 Uhr

 

1. Maria Walser: Als wäre ein wahnsinnig schöner Gedanke dahinter

2. Rike Flämig: Now

3. Akiles: The Parallel Side of the Road

 

PAUSE

 

4. Raisa Kröger: a.r.t.

5. Xenia Taniko: THE WAKE (Film)

6. Lee Méir & Daphna Keenan: Even Older

 

 

Konzept & Kuration: Gabi Beier

PR, Social Media & Fotografie: Aïsha Mia Lethen Bird

Lichtdesign & technische Leitung: Raoul2000

Maria Walser: Als wäre ein wahnsinnig schöner Gedanke dahinter / As if there were an incredibly beautiful thought behind it

 

Choreografie & Performance: Maria Walser

Musik: Frederic Rzewski (The People United Will Never Be Defeated / Igor Levit) 

 

Vor zehn Jahren, am 15.11.2015, schrieb ich zu diesem Solo:

Was für eine Rolle spiele ich überhaupt in diesem Kosmos? Zu einer beliebigen Zeit in die Konsequenzen riesiger Zusammenhänge gespuckt, die mit mir verbunden schei­nen, wie die eigenen Organe. Aber ich fühle mich allein und stumm. Die Realität hat sich so breit gemacht, da scheint kein Platz zu sein für ein Innehalten oder einfach nur eine Leere, frei von Bedeutung. Und was machen wir? Hören wir auf, oder machen wir weiter und klammern uns fest, an dem, was schon besteht, weil keine Alternative vorstellbar ist, die nicht schlimmer wäre, oder drehen wir alles um? Erfinden wir eine Realität, die es noch zu entdecken gilt, denn die, die wir entdeckt haben, können wir nicht mehr erfinden.

Damals konnte man spüren, dass etwas ins Wanken geraten war, dass etwas kippt. In der Welt. Wahrscheinlich ging es schon viel früher los, oder irgendetwas hat schon seit dem Urknall angefangen zu kippen. Jedenfalls 2015/16 trat Donald Trump an die Bildfläche - die IS-Terroranschläge vermehrten sich in Europa, die anfangs so herzliche Offenheit für Flüchtende kippte ins Gegenteil. Ich hatte ein großes Bedürfnis, mit der Welt in Kontakt zu sein, fühlte aber nur eine Lähmung und Ratlosigkeit. Und da fiel mir dieses kleine Buch von Baudrillard in die Hand, über das „radikale Denken“. Ich habe nicht mal die Hälfte verstanden, aber die Idee, alles in Frage zu stellen - Strukturen zu brechen, Anti-Strukturen zu entwerfen, um der Gewohnheit zu entkommen, um die Möglichkeit zu haben, eine ganz andere Welt zu entwerfen, vielleicht eine Welt, in der wir uns tatsächlich verbunden fühlen - das fand ich wahnsinnig belebend.

Heute, zehn Jahre später, kippt es immer noch überall, wir stürzen mittlerweile. Ich habe zwei Kinder bekommen und bin komplett verheddert in Strukturen. Ich bin durch das Muttersein auf eine ganz andere Art politisch geworden und mit der Welt in Kontakt, als ich damals dachte. Heute kommt mir Baudrillards Theorie etwas verkopft vor, und trotzdem liebe ich immer noch den Appell für die Freiheit im Denken und sich nicht einer Logik oder Sinnhaftigkeit zu verschreiben.

 

Ten years ago, on 15 November 2015, I wrote about this solo:

What role do I actually play in this cosmos? At any given moment, spit out the consequences of enormous connections that seem to be linked to me, like my own organs. But I feel alone and mute. Reality has spread so wide that there seems to be no room for pause or simply emptiness, free of meaning. And what do we do? Do we stop, or do we carry on and cling to what already exists because no alternative is conceivable that would not be worse, or do we turn everything upside down? Lets invent a reality that has yet to be discovered, because we can no longer invent the one we have discovered?

At that time, you could sense that something had been shaken, that something was shifting. In the world. It probably started much earlier, or perhaps something had been shifting since the Big Bang. In any case, in 2015/16 Donald Trump entered the scene – IS terrorist attacks increased in Europe, and the initial warm openness towards refugees tipped over into the opposite. I had a great longing to be in touch with the world, but I felt only paralysis and helplessness. And then I this little book by Baudrillard about ‘radical thinking’ felt in my hand. I didn't even understand half of it, but the idea of questioning everything – breaking structures, designing anti-structures to escape habit, to have the opportunity to design a completely different world – perhaps a world in which we actually feel connected – I found that incredibly invigorating.

Today, ten years later, everything is still in flux, and we are now in free fall. I have two children and am completely entangled in structures. Being a mother has made me political in a completely different way and brought me into contact with the world in a way I didn`t imagine back then. Today, Baudrillard's theory seems a bit intellectual to me, and yet I still love the appeal for freedom of thought and not committing oneself to logic or meaning.

Rike Flämig: Now

 

Ist das eine Retrospektive? 

 

19 Jahre ada Studio.

18 Jahre Rike in Berlin.

 

2010 - 10 times 6

2023 - 25 Jahre Tanznacht Berlin

 

Schönhauser Allee - Uferstraße

Schönleinstraẞe 

Sonnenallee

 

FIXED & fluid

Idiosyncrasies

Fleischsalat

POSTOST 2O9O

pio_near

Wild Listening

 

ada Studio

Uferstudios

Ponderosa

Tanztage

Tanznacht

 

80 Tanzschaffende in 25h

Ist das jetzt die Tanzszene? 

 

Wer bleibt? 

Wer geht? 

Wer erinnert?

Wer prägt?

 

Was wächst?

Was endet? 

Was bleibt? 

 

2010 - 6 min.

2023 - 60 min. 

2025 - 16 min.

 

Take your time.

_

 

Rike Flämig 

Berlin 2025

Is this a retrospective? 

 

19 years of ada Studio

18 years of Rike in Berlin

 

2010 - 10 times 6

2023 - 25 years of Tanznacht Berlin 

 

Schönhauser Allee - Uferstraße

Schönleinstraße

Sonnenallee

 

FIXED & fluid

Idiosyncrasies

Fleischsalat

POSTOST 2O9O

pio_near

Wild Listening

 

ada Studio

Uferstudios

Ponderosa

Tanztage

Tanznacht

 

80 Choreographers in 25 hours

Is this the dance scene?

 

Who stays? 

Who leaves?

Who remembers? 

Who shapes it?

 

What grows?

What ends?

What remains?

 

2010 - 6 min.

2023 - 60 min. 

2025 - 16 min.

 

Take your time

_

 

Rike Flämig 

Berlin 2025


Akiles: The Parallel Side of the Road

 

Choreografie & Performance: Akiles 

Komposition & Musik: Matthias Trippner

 

Mehr als neun Jahre sind vergangen, seit ich „The Parallel Side of the Road” im ada Studio gezeigt habe, mein allererster Auftritt in Berlin. Ich bin glücklich, wieder hier zu sein, um dasselbe Thema erneut zu teilen, aber mit vielen verschiedenen Erfahrungen und Herausforderungen, die ich seitdem durchlebt habe.

Für einige Momente verliere ich das Zeitgefühl zwischen meinem ersten Schritt in die Berliner Tanzszene und heute. Wieder im ada Studio zu sein, gibt mir das Gefühl, als wäre mein erster Besuch hier erst gestern gewesen, ohne dass dazwischen Zeit vergangen wäre. Aber in dem Moment, in dem ich mich zu bewegen beginne, sehe ich die Spuren der Zeit, all die Dinge, die dazwischen stattgefunden haben: Glück, Krankheit, Träume, Zweifel, Liebe und Tod. All diese Bilder, das letzte Gespräch, die Abschlussprüfung, der Nach-Schock und die Depression – ich sehe alles von außen, wie ein Zeuge der Geschichte eines anderen, die in mir auf der parallelen Seite meines Weges wohnt, während ich gleichzeitig versuche, hier und jetzt zu sein.

 

More than nine years after presenting “The Parallel Side of the Road” at ada Studio, where I did my first performance in Berlin. Happily, I am back here to share the same theme, but with many different experiences and challenges I’ve gone through.

For some moments, I lose track of time between the first step I took in the Berlin dance scene and today. Being again in the ada studio makes me feel like the first time I was here is yesterday, no time in between, but in the moment I start moving, I see the time marks, all the actions that happened in between: Happiness, sickness, dreams, doubt, love, and death. All these images, the last conversation, the final exam, the after-shock, and depression - I see everything from outside, like a witness to someone else's story that dwells inside me on the parallel side of my road, and meanwhile trying to be here and now.

Raisa Kröger: a.r.t.

 

Choreografie & Tanz: Raisa Kröger

Musik: Girls United

 

Die Arbeit an meinem Solo „a.r.t.“ ist eine permanente Unterhaltung meiner zwei künstlerischen Selbst:

Raisa1: Das Solo „a.r.t.“ habe ich 2007 im Rahmen des Mentoringprojekts „Bausteine“ bei den Tanztagen erarbeitet und gezeigt. Meine Mentorin damals war Isabelle Schad. 

Raisa2: Das Solo „a.r.t.“ zeige ich 2025 im Rahmen von „ada19 – Navigating Obstacles, Celebrating Companionship“. Meine Gastgeberin und Initiatorin ist Gabi Beier. 

Raisa1: Das Solo „a.r.t.“ verhandelt Bedingungen zeitgenössischen Tanzes mit Augenmerk auf Raum.

Raisa2: Das Solo a.r.t.“ verhandelt Bedingungen zeitgenössischen Tanzes mit Augenmerk auf Zeit. 

Raisa1: In künstlerischer Hinsicht?

Raisa2: Mmmmh...ja auch. Bedingungen des Tanzes sind doch irgendwie auch Bedingungen von Körpern, Bedingungen von Menschen. Und die sind doch wiederum von einer zeitlichen Komponente geprägt. Es gibt ja nicht nur ein was, wo und wie, sondern auch ein wann. Wie bewegt man sich durch die Zeit, wie bewegt die Zeit einen und wie bewegt man Zeit.

Raisa1: Aber diese zeitlichen Bedingungen von Körpern platziert man dann doch auch wieder in den Raum. Der ist doch nicht unerheblich...oder?

Raisa2: Genau, darum geht es. Bedingungen von Menschen, eben auch durch Zeit geprägte, in den Raum zu stellen. Und da Bedingungen oftmals als Hindernisse interpretiert werden, geht es vielleicht beim Navigieren dieser „Hindernisse“ nicht so sehr um ein Umschiffen. Sondern vielmehr um ein Steuern durch feste Gewässer oder gar aus ihnen heraus. 

Raisa1: Da muss ich direkt an das Thema der Reise denken, das mir in dramaturgischer Hinsicht unglaublich wichtig ist. Durch welche Zustände reise ich körperlich und wie kann ich das so klar und detailliert für mich erarbeiten, damit das Publikum auch eine Reise eingehen kann. Eine ganz andere, aber gleichwertige. 

Raisa2: Ha! Das hat sich eigentlich nicht wirklich geändert! Damit sind wir bei der Gemeinschaft. Eine solche ist für mich auf jeden Fall eine körperliche Angelegenheit. Eine Art Beieinander-Sein von Körpern, ein Miteinander von Menschen, ein Beisammensein von verschiedenen Zeiten..von diversen Bedingungen. Und damit irgendwie auch die Gemeinschaften, die in jedem Körper individuell leben...also auch jene Menschen, die nicht unbedingt bei einer Vorstellung anwesend sind, aber die/den Einzelne*n ausmachen. 

Raisa1: So habe ich über Gemeinschaft und Miteinander eigentlich noch nicht wirklich nachgedacht. 

Raisa2: Vielleicht muss für manche Gedanken einfach ein wenig Zeit vergehen...

Raisa1: Und solche Dinge feiert ihr jetzt?

Raisa2: Ja, im Prinzip schon. Navigating Obstacles, Celebrating Companionship.

 

The work on my solo “a.r.t.” is an ongoing conversation between my two artistic selves:

Raisa1: I developed and performed the solo “a.r.t.” in 2007 as part of the mentoring project “Bausteine” at the Tanztage. My mentor at the time was Isabelle Schad. 

Raisa2: I will be presenting the solo “a.r.t.” in 2025 as part of “ada19 – Navigating Obstacles, Celebrating Companionship.” My host and initiator is Gabi Beier. 

Raisa1: The solo “a.r.t.” negotiates the conditions of contemporary dance with a focus on space.

Raisa2: The solo “a.r.t.” deals with the conditions of contemporary dance with a focus on time. 

Raisa1: In an artistic sense?

Raisa2: Mmmmh...yes, that too. The conditions of dance are somehow also the conditions of bodies, the conditions of people. And these, in turn, are shaped by a temporal component. There is not only a what, where, and how, but also a when. How does one move through time, how does time move one, and how does one move time?

Raisa1: But these temporal conditions of bodies are then also placed back into space. That's not insignificant...is it?

Raisa2: Exactly, that's what it's all about. Putting people's conditions, including those shaped by time, into perspective. And since conditions are often interpreted as obstacles, navigating these “obstacles” may not be so much about circumventing them. Rather, it's about steering through calm waters or even out of them. 

Raisa1: That makes me think immediately of the theme of travel, which is incredibly important to me from a dramaturgical point of view. What conditions am I physically traveling through, and how can I work this out for myself in such a clear and detailed way that the audience can also embark on a journey? A completely different one, but an equivalent one. 

Raisa2: Ha! That hasn't really changed! Which brings us to community. For me, community is definitely a physical matter. A kind of togetherness of bodies, a togetherness of people, a gathering of different times... of diverse conditions. And with that, somehow, also the communities that live individually in each body... including those people who are not necessarily present at a performance, but who make up the individual. 

Raisa1: I haven't really thought about community and togetherness in that way before. 

Raisa2: Maybe some thoughts just need a little time to develop...

Raisa1: And you're celebrating things like that now?

Raisa2: Yes, basically. Navigating Obstacles, Celebrating Companionship.

Xenia Taniko: THE WAKE (Film)

 

Performance: Xenia Taniko

Videoaufzeichnung von Walter Bickmann/Tanzforum Berlin (17.11.2019, ada Studio)

Schnittversion: Andrea Keiz

 

„THE WAKE“ („Das Wachen“) ist eine immersive performative Situation, die die Schwelle als physischen Raum und Zustand erforscht. Was ereignet sich auf der Schwelle zwischen Bewusstem und Unbewusstem, der physischen und der virtuellen Welt, einer fragwürdigen Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft? „THE WAKE“ basiert auf einer Recherche in Ko-Autorenschaft mit Josefine Mühle („UNDER THE DOME“), welche sich auf die mythologische Symbolik der Unterweltreise und C.G. Jungs Konzept des kollektiven Unterbewussten stützt. „UNDER THE DOME“ arbeitet mit selbst induzierten veränderten Bewusstseinszuständen, um unbekannte Archetypen aus den Tiefen des Körpers hervorzubringen.

 

“THE WAKE” is an immersive performative situation that explores the threshold as a physical space and state. What occurs on the threshold between the conscious and the unconscious, the physical and the virtual world, a questionable past and an unknown future? “THE WAKE” is based on a research project in co-authorship with Josefine Mühle entitled “UNDER THE DOME”, that draws on the mythological symbolism of the underworld journey and C.G. Jung’s concept of the collective unconscious. “UNDER THE DOME” works with self-induced altered states of consciousness to source unknown archetypes from the depth of the body.

Lee Méir & Daphna Keenan: Even Older

 

Im Mai 2011 habe ich im Rahmen von „10 times 6“ im ada Studio ein sechsminütiges Solo mit dem Titel „saying it“ gezeigt – eine meiner ersten choreografischen Arbeiten. In diesem Stück verwendete ich Werbeslogans wie „Just do it“ (Nike), „I am what I am“ (Reebok) und „Because you're worth it“ (L'Oréal). Diese wurden wiederholt, leicht abgewandelt und mit Gesten und Tanz verflochten. Dieses Zusammenspiel von gesprochener Sprache und Bewegung wurde für mich viele Jahre lang zu einer zentralen choreografischen Technik, angetrieben von dem Wunsch zu verstehen, wie der sich bewegende Körper die wörtliche Bedeutung transformieren kann.

Um 2019 verlor ich das Interesse an dieser Beziehung zwischen Sprache und Bewegung und hörte ganz auf, auf der Bühne zu sprechen. Meine Arbeit verlagerte sich in Bereiche fernab der Sprache, wo Bedeutung durch Klang, Textur, Stimme, Vorstellungskraft und Rhythmus entsteht und sich wieder auflöst.

Als Gabi mich einlud, „saying it“ aus dem Jahr 2011 wieder aufzunehmen, war ich beeindruckt davon, wie selten es vorkommt, dass man durch ein frühes Werk seiner eigenen Vergangenheit wiederbegegnet, etwas, das oft mehr offenbart, als wir erwarten. Als ich es mir erneut ansah, empfand ich eine Mischung aus Unbehagen, Peinlichkeit und Empathie. Mir wurde klar, wie sehr ich mich in diese Praxis von Sprache und Bewegung vertieft hatte und wie sehr das Thema Zeit – ein wiederkehrender Topos in meinem gesamten Werk – bereits in diesem kurzen Solo präsent war. Das Nachdenken über Zeit und Distanz zu dieser früheren Praxis warf neue Fragen auf: Wer bin ich heute künstlerisch? Und welche Elemente aus diesem frühen Werk leben noch in meiner heutigen Arbeit weiter?

Im Sinne des Geistes des ada Studios als Ort der Erforschung und der „Entdeckung“ des eigenen künstlerischen Weges lud ich die Musikerin Daphna Keenan ein, an einem neuen Stück mitzuarbeiten, das auf zwei Prinzipien von „saying it“ basiert: dem Vergehen der Zeit und der Struktur von Wiederholung und Veränderung. Anstelle von gesprochener Sprache und Tanz wenden wir diese nun auf Musik und Bewegung an. Als ich Daphna von dem Projekt erzählte, dachte sie sofort an den Song „Older“ der Band They Might Be Giants. Gemeinsam beschlossen wir, sowohl diesen Song als auch das Original-Audio von „saying it“ als musikalische Grundlage zu verwenden. 

Durch diese seltsame Gegenüberstellung lassen wir uns auf die Unbeholfenheit des Rückblicks ein – wir greifen in unsere persönlichen Archive und begegnen unserem früheren Ich. „Even Older“ ist eine zarte, seltsame Begegnung zwischen dem, was wir waren, dem, was wir jetzt sind, und all dem Chaos und Herzblut dazwischen.

 

In May 2011, as part of “10 times 6” at ada Studio, I presented a six-minute solo titled “saying it” - one of my first choreographic works. In this piece, I used commercial slogans such as “Just do it” (Nike), “I am what I am” (Reebok), and “Because you’re worth it” (L’Oréal). These were repeated, slightly altered, and intertwined with gestures and dance. This interplay of spoken language and movement became a central choreographic technique for me for many years, driven by a desire to understand how the moving body can transform literal meaning.

Around 2019, I lost interest in this relationship between speech and movement and stopped speaking on stage altogether. My work shifted toward territories far from language, where meaning emerges and dissolves through sound, texture, voice, imagination, and rhythm.

When Gabi invited me to revisit “saying it” from 2011, I was struck by how rare it is to re-encounter one’s own past through an early work, something that often reveals more than we expect. Watching it again, I felt a mix of awkwardness, embarrassment, and empathy. I realized how deeply absorbed I had been in that practice of speech and movement, and how the theme of time - a recurring thread throughout my work - was already present in that short solo. Reflecting on time and distance from that earlier practice raised new questions: Who am I now, artistically? And what elements from that early work still live in what I do today?

Embracing ada Studio’s spirit as a place for exploration and of ‘figuring out’ one’s artistic path, I invited musician Daphna Keenan to collaborate on a new piece drawing from two principles of “saying it”: the passing of time, and the structure of repetition and modification. Instead of spoken language and dance, we now apply these to music and movement. When I told Daphna about the project, she immediately thought of the song “Older” by the band They Might Be Giants. Together we decided to use both that song and the original audio from saying it as our musical foundation. 

Through this strange juxtaposition, we lean into the awkwardness of looking back - reaching into our personal archives and meeting our past selves. “Even Older” is a tender, odd encounter between who we were, who we are now, and all the mess and heart in between.


Das ada Studio wird seit 2008 als Produktionsort von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.


 

ada Studio für zeitgenössischen Tanz

in den Uferstudios/Studio 7

Uferstraße 23

13357 Berlin

T: +49 (0) 30-218 00 507

E: ada-berlin [AT] gmx.de

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