reinkommen 

„connecting gaps, gapping connections“

Offene Probe mit Hannah Juliane Steenbeck & Achraf Lansari.

29. August 2025 - 18:00 live

Videostream vom 31. August 2025, 10 Uhr, bis zum 3. September 2025, 23.59 Uhr. 

 

Konzept, Recherche, Choreografie & Performance: Hannah Juliane Steenbeck, Achraf Lansari

Sound: Achraf Lansari

Kostüme: Hannah Juliane Steenbeck, Achraf Lansari, mit Unterstützung von Max Melzel

Bühnenbild: Hannah Juliane Steenbeck, Achraf Lansari

 

Die vierwöchige Recherche der Tanzkünstler*innen Hannah Juliane Steenbeck und Achraf Lansari steht unter der Überschrift „Verbindende Lücken, lückenhafte Verbindungen“. Sie befasst sich mit den Zwischenräumen - den Lücken und Verbindungen, die Bewegung und Interaktion bestimmen. Wie definieren und manipulieren wir den Abstand zwischen unseren Körpern? Wie können Lücken Werkzeuge für Kommunikation und Verbindung sein? Ein Kernelement der Recherche ist „Stalking“, eine improvisierte Partitur innerhalb des House Dance, die die Verbindung zwischen den Tänzer*innen, ein gemeinsames Raumbewusstsein und die musikalische Verkörperung fördert. Achraf und Hannah Juliane erforschen nicht-traditionelle Variationen des Stalking, wie ungerade Zählzeiten, veränderte Bewegungsamplituden und körperliche Berührung. Parallel dazu dekonstruieren sie grundlegende House-Dance-Schritte in ihre Kernelemente und rekonstruieren sie auf innovative Weise, um ihr Bewegungsvokabular zu erweitern.

Diese Recherche beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Kollektivität im Tanz und spiegelt damit breitere gesellschaftliche Fragen von Inklusion, Fragmentierung und Verbindung. Im House Dance dienen Cyphers als Räume des Austauschs, in denen Bewegung Unterschiede überbrückt und einen gemeinsamen Rhythmus fokussiert. Indem die Mechanismen von Verbindung und Trennung analysiert und umgestaltet werden, erweitern die Künstler*innen nicht nur ihr Bewegungsvokabular, sondern erforschen auch, wie der Tanz die Art und Weise, wie wir im täglichen Leben miteinander umgehen, reflektieren und herausfordern kann.

 

Hannah Juliane Steenbeck ist freischaffende Tänzerin und Choreografin in Berlin und arbeitet in Deutschland und der Schweiz. Ihre Bewegungsforschung verbindet Einflüsse aus Gymnastik, Breakdance, Popping, House und zeitgenössischem Tanz, mit einem starken Fokus auf Improvisation und unkonventionellen Bewegungsabläufen. Sie studierte Tanz an der HF ZUB in Zürich.

 

Achraf Lansari ist in Casablanca geboren und aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Achraf ist ein Bewegungs- und Klangkünstler, dessen Arbeit in der Erforschung von rhythmusbasierten Tanzkulturen verwurzelt ist. Er recherchiert die historische und künstlerische Bedeutung schwarzer Tanztraditionen und bezieht dabei zeitgenössische Einflüsse mit ein. Sein Hintergrund sind Gnawa, Stepptanz, House Dance und DJing.

 

Die Residenz wird im Rahmen der Residenzförderung Tanz der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.

reinkommen ist die jüngste Reihe des ada Studios. Sie gibt jungen Choreograf*innen die Möglichkeit, ihren Arbeitsprozess zu öffnen, das Publikum zum Reinkommen einzuladen und ins Gespräch zu kommen.

 

© Aïsha Mia Lethen Bird

The four-week research by dance artists Hannah Juliane Steenbeck and Achraf Lansari is entitled “connecting gaps, gapping connections”. They examine the spaces in between — the gaps and connections that shape movement and interaction. How do we define and manipulate the distance between our bodies? How can gaps be tools for communication and connection? A core element of the research is “stalking” an improvisational score within house dance that facilitates connection between dancers, shared spatial awareness, and musical embodiment. Achraf and Hannah Juliane explore non-traditional variations of stalking, such as uneven counts, altered movement amplitudes, and physical touch. In parallel, they deconstruct fundamental house dance steps to their core elements and reconstruct them in innovative ways, expanding our movement vocabulary.

This research highlights the tension between individuality and collectivity in dance, mirroring broader societal questions of inclusion, fragmentation, and connection. In house dance, cyphers serve as spaces of exchange, where movement bridges differences and focuses a shared rhythm. By dissecting and reshaping the mechanics of connection and separation, the artists not expand their movement vocabulary but also explore how dance can reflect and challenge the ways we relate to each other in daily life.

 

Hannah Juliane Steenbeck is a Berlin-based freelance dancer and choreographer working in Germany and Switzerland. Her movement research bridges influences from gymnastics, breaking, popping, house, and contemporary dance, with a strong focus on improvisation and unconventional movement pathways. She studied dance at HF ZUB in Zurich.

 

Achraf Lansari was born and raised in Casablanca and is now based in Berlin. Achraf is a movement and sound artist whose work is rooted in the exploration of rhythm-based dance cultures. He is deeply invested in researching the historical and artistic significance of Black dance traditions while incorporating contemporary influences. His background is Gnawa, tap, house dance, DJing.

 

The residency is funded as part of the Residency Funding Dance of the Berlin Senate Department for Culture and Social Cohesion. 

reinkommen (“coming in”) is ada Studio's latest performance series. It gives young choreographers the opportunity to open their work process, invite the audience to come in and to get into conversation.


Das ada Studio wird seit 2008 als Produktionsort von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.


 

ada Studio für zeitgenössischen Tanz

in den Uferstudios/Studio 7

Uferstraße 23

13357 Berlin

T: +49 (0) 30-218 00 507

E: ada-berlin [AT] gmx.de

© ada Studio