Vorwort der Studioschreiberinnen 2017/18, Alexandra Hennig und Johanna Withelm

 

 

Liebe Leser*innen,

für diese Spielzeit treten wir als Duett auf. Die Texte, die Sie hier lesen können, werden aus geteilter Autorinnenschaft zu Ihnen sprechen: in inszenierten Streitgesprächen begegnen wir dem Schreiben über Tanz auf ein Neues.

Als ehemals solistische Studioschreiberinnen sind wir mit Unentschiedenheiten vertraut – welche Perspektive zu einer Arbeit einnehmen, was hervor heben, was vernachlässigen? Kritik vs. Affirmation und beides muss das Gesehene immer schon verfehlen. Die Konstellation als Schreiberinnen-Doppel erlaubt es uns, neue Formate auszuprobieren, in einen Schlagabtausch zu treten und ambivalente Sichtweisen hervorzuheben.

Dieses Vorwort soll nicht verhehlen, dass wir die verschiedenen Schreibformate im Laufe der Spielzeit entwickeln werden. Im besten Fall gelingt es dem Text, Anstoß zu einer Frage zu sein. Wir denken an die Arbeit mit fiktiven Positionen und arrangierten Widersprüchen, mit lückenhaften Erinnerungen der Einen, die durch die Andere ergänzt werden. An assoziatives Schreiben in Stichpunkten, automatisches Schreiben, dialogische Schreibformen, Haiku, Stellungnahmen, Geständnisse.
Das jeweilige Format finden wir dabei durch den Eindruck des Gesehenen. Wir lassen uns hier die Freiheit, mit jedem ada-Abend die Form unserer Texte neu zu arrangieren.

Über Reaktionen, Denkanstöße, Vorschläge, Fragen und Kritik an unserer Kritik freuen wir uns. Ihre Nachrichten erreichen uns unter:

studioschreiber-201718 AT ada-studio.de

Schreiben ist nichts anderes als eine endlose Reihe von Zweifeln, die zugunsten eines Satzes überwunden werden müssen.“ Jurek Becker

Viel Spaß beim Lesen!

Alexandra Hennig & Johanna Withelm

 

Alexandra Hennig, 1989 in Berlin geboren, hat nach ihrem Freiwilligen Kulturellen Jahr in den Sophiensaelen 2008 ein Studium der Theaterwissenschaft und Kulturwissenschaften in Leipzig absolviert. Derzeit steht sie vor ihrem Abschluss des Masters Tanzwissenschaft an der FU Berlin. Von 2011 bis 2014 war sie am Werkstattmacher e.V. (LOFFT Leipzig) für zahlreiche Nachwuchskünstler*innen als Produktionsleiterin und dramaturgische Begleitung tätig. Außerdem war sie Mitarbeiterin des Tanzarchivs Leipzig und Redakteurin für Tanz und Theater beim Online Portal Leipzig Almanach. 2014 gehörte sie der Jury des 100° Berlin Festivals an. Sie ist Mitglied des Theaterlabels Intermedia Orkestra. Zuletzt hat sie das Projekt Capturing Dance. Tanzdokumentation als künstlerische Praxis als Dokumentaristin begleitet. Gemeinsam mit Cilgia Gadola und Johanna Withelm kuratiert und organisiert Alexandra Hennig seit 2014 das Festival S.o.S. – Students on Stage im ada Studio Berlin.

 

Johanna Withelm, 1982 in Berlin geboren, studierte nach Abschluss ihrer Bühnentanzausbildung Theaterwissenschaft, Publizistik und Kommunikationswissenschaft (BA) sowie Tanzwissenschaft (MA) an der FU Berlin. Sie arbeitete in diversen Produktionen und als Autorin u.a. für die Tanzkompanie MS Schrittmacher und im Produktionsteam M.i.C.A. – Movement in Contemporary Art. Sie kuratierte die Tanz- und Performancereihe Tanzbad (Ballhaus Ost, Berlin), sowie gemeinsam mit Alex Hennig und Cilgia Gadola das Format S.o.S. – Students on Stage im ada studio Berlin, war Jurymitglied beim 100° Festival Berlin und arbeitet seit 2016 im Bereich Produktionsleitung und Dramaturgie-Assistenz in den Sophiensaelen in Berlin.


Das ada Studio wird seit 2008 als Produktionsort von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.


 

 

 

 

 

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